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Neues Jahr – neue Vorsätze

„Wenn du die Absicht hast, dich zu verändern, tue es jeden Tag“ Konfuzius

Es ist Januar. Ein Monat voller Kraft und Energie. Das alte Jahr ist nun endgültig Vergangenheit, unabhängig davon, ob wir es als ein positives oder negatives Jahr empfunden haben. Mit Ende des alten und Beginn des neuen Jahres startet zudem ein weiteres Phänomen: Die Vorsätze. Der eine hat sie mehr, der andere weniger.

Laut einer jährlichen Umfrage der DAK-Gesundheit nehmen sich rund 40% der Deutschen vor etwas im neuen Jahr zu ändern. Tendenz steigend. Doch mit fortschreitendem Jahr nimmt die Motivation den Vorsatz weiter umzusetzen rapide ab. Aber warum machen wir uns selbst so einen Druck? Meine Wahrnehmung zu dem Thema „Vorsätze im neuen Jahr“ ist, dass wir im Dezember realisieren, dass wieder ein ganzes Jahr vorbei ist.

Es kommt eine Mischung aus Unzufriedenheit, Frust, Panik auf gemischt mit den Gedanken, dass es doch endlich im kommenden Jahr funktionieren muss. Wir starten voll motiviert in das neue Jahr. Doch machen wir einen kleinen Fehler, gelingt es uns nicht den besagten Vorsatz einzuhalten, bricht es auf einmal auf uns herab. Im schlimmsten Fall geben wir unseren Vorsatz in dem Moment des Fehltritts komplett auf.

Die Situation kennt bestimmt jeder. Der Vorsatz für das neue Jahr: Abnehmen und weniger Süßigkeiten essen. Plötzlich kommt er. Der Moment der scheinbaren Schwäche. Du siehst die Schokolade, den Kuchen oder eine andere Süßigkeit und greifst zu. Das schlechte Gewissen kommt sogleich mit dem Genuss. Gepaart mit deinem schlechten Gewissen denkst du dir aber: „Was solls jetzt habe ich es schon ein Stück gegessen“ und isst weiter. Vielleicht geht dieser Gedanke so weit, dass du den Vorsatz komplett über Board schmeißt. Dieses Verhalten nennt man den Was-zur-Hölle-Effekt. Anstatt sich auf das zu besinnen, was uns eigentlich wichtig ist, fallen wir in alte Verhaltensmuster. 

Das beschriebene Verhalten kenne ich nur zu gut. Ich habe jedes Jahr mindestens einen Vorsatz gehabt, um diesen auf jeden Fall wieder zu brechen. Seit ich Yoga sehr intensiv praktiziere und mich mit dem philosophischen Teil des Yogas auseinandersetze, gebe ich mir selbst keine Vorsätze oder Verbote. Habe ich jedoch den Wunsch mein Verhalten oder eine jetzige Situation zu ändern dann wende ich folgende Punkte an:

  • Beobachten: Was tut mir gut? Was tut mir nicht gut? 
  • Reflektieren: Was ist der Grund warum ich es ändern möchte? Wie stelle ich mir die Situation vor, wenn ich es geändert habe? Was muss ich hierfür tun oder beachten?
  • Umsetzen: Ich starte klein und habe das große Ziel vor Augen 
  • Akzeptanz: Rückschläge sind bei einem neuen Vorhaben völlig normal und gehören zu einer Veränderung und das damit einher gehende Wachstum dazu. Schau dir an warum du in diesem Moment nicht das gewünschte Verhalten anwenden konntest und gehe wieder zu Schritt 2, dem Reflektieren.

Ein Selbstversuch, in dem ich mich gerade befinde, um herauszufinden, ob ich eine Veränderung anstreben möchte und wie diese dann aussehen soll möchte ich euch hier auf den Weg geben. Jeden Tag wenn ich ins Bett gehe schreibe ich in ein kleines Heft jedes Detail des vergangenen Tages auf. Vom Aufstehen über Kaffee trinken, den Weg zum Arbeitsplatz bis hin zum Abend, all dies halte ich fest. Zudem schreibe ich mir drei Punkte auf, wofür ich dankbar bin und einen Punkt, den ich von mir wünsche zu erledigen. Dies muss nichts Großes sein.

Oft wünsche ich mir, dass ich mir Zeit für eine Yoga Stunde nehme oder zum Meditieren. Manchmal wünsche ich mir, dass ich mit etwas starte, mit dem ich plane schon lange zu beginnen. Denn der erste Schritt ist der, den wir am meisten fürchten, oder? 

Das ist ein Grund, warum der Spruch von Konfuzius so wahr ist. Es geht nicht darum von Heute auf Morgen dein komplettes Verhalten zu ändern. Es geht darum zu beginnen. Du hast jeden Tag die Chance von neuem anzufangen und dich neu zu entscheiden. Ist das nicht großartig? Wenn du dieses Potenzial realisierst benötigst du keine Vorsätze am Tag X oder am Ende des Jahres Y. Du änderst es dann, wenn du das Gefühl hast, es ist an der Zeit. 

Trau dich! 

Namasté 

Pia 

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