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Vision: Abenteuer beginnen da, wo Pläne enden

In letzter Zeit lese ich viel in den sozialen Netzwerken über Vision. Deine Visionen und wie du sie auf
Papier bringst. Das kann in Form eines Vision-Boards sein, Buch, Poster oder jede andere Form. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch Visionen benötigt, um einen Antrieb zu haben. Sie helfen uns einen Fahrplan für das Leben zu entwickeln und voran zu kommen. Quasi wie das Benzin eines Motors.

Doch das fade Ausschneiden von netten Bildern und Texten sowie das Wegträumen an anderen Orten bringt nur dann etwas, wenn es langfristig wirklich auch gelebt wird. In meinem Leben bin ich vielen Menschen begegnet, die interessante Abenteuer erzählt haben. Jeder deiner Begegnungen trägt einen imaginieren Koffer mit sich. Dieser ist gefüllt mit allen Erlebnissen dieses Menschen. Traurige, glückliche, erschütternde, schockierende oder sehr gar krasse Geschichten. Einige haben Narben hinterlassen, einige haben diesen Menschen zu dem gemacht, was er oder sie ist.

Auffällig ist jedoch eine Sache. Oft erzählen diese Personen so viel darüber, was sie alles noch erleben wollen, es aber de facto nicht erleben, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Sie schneiden sich aus den Katalogen großartige Bildchen aus, lesen den ein oder andern Spruch und klatschen diesen voller Motivation an die Wand. Umgesetzt wird davon allerdings recht wenig. Lasst mich hier an dieser Stelle klarstellen, dass ich Vision-Boards durchaus als ein wichtiges Instrument sehe. Ohne Visionen hätten wir keine Smartphones, kein Internet, nicht mal ein Gesundheitssystem, wie wir es heute kennen.

Die vorangegangenen Beispiele zeigen, dass es viele Menschen bis jetzt in Verlauf unsere Geschichte gab, die eine Idee hatten und nicht locker gelassen haben, bis sie es ihre Version auch wirklich in die Realität umgesetzt haben. Genau das bringt mich zurück zu den Menschen, die gerne über Ihre Visionen reden, diese an Ihrer Wand hängen haben, aber leider nie umsetzen. Ich persönlich hatte früher auch ein Vision-Board. Mit der Zeit stellte ich fest, dass es nichts für mich ist.

Die Fotos sind Fotos Anderer, die Sprüche sind zwar alle wahr aber dennoch die Sprüche Anderer. Schon sehr früh in meinem Leben wusste ich, dass ich sobald ich ausziehen werde eine wunderschöne Wohnung haben wollte. Ich wollte einen Smart fahren und einen Balkon haben. Alle diese Dinge habe ich glücklicherweise realisieren können. Ich habe alle Kataloge durchgeblättert und mir vorgestellt wie meine erste Wohnung mal aussehen könnte. Dennoch habe ich versucht den Vorstellungen einen Freiraum zu geben.

Die Pläne, das Abenteuer und die Kreativität

Wenn du deine Angst beiseitegeschoben hast, bist du einen sehr großen Schritt weitergekommen. Jetzt gilt es jeden Tag ein bisschen mehr zu laufen und sich auch zu verirren. Auf den Weg zum Ziel ist nicht das Ziel wichtig, sondern der Weg.

Hier lernen wir, hier machen wir unsere
Erfahrungen. Das ist unser Spielfeld. Wir Menschen meinen immer, dass wenn wir etwas erreicht haben
dieser Zustand eine Konstante wäre. Das wäre nett ist aber falsch. Zudem muss es einer mal so klar
sagen: es wäre auch echt dumm so etwas zu denken. Da alles vergänglich ist, ist es umso wichtiger ein Bewusstsein darüber zu verschaffen, dass alles was du heute tust genauso wichtig ist wie das Ziel selbst, welches du zu erreichen versucht.

Willst du beispielsweise ein Café eröffnen, da es dein größter Traum ist und es auf deinem Vision-Board steht, so ist es wichtig einen Plan zu haben. Ein bisschen Realismus
muss trotz aller Träumereien gewahrt sein. Ohne ein Business-Plan und ohne Geld wirst du kein Café
eröffnen können.

Pläne sind wichtig, damit du weißt wo du stehst, damit du deine nächsten Schritte bedacht wählen kannst. Doch musst du dir auch darüber bewusst sein, dass jeder Plan um 180 Grad umgeschmissen werden kann. Das ist auch gut so! Das meine lieben Freunde ist nämlich das Abenteuer dahinter.

Um am Beispiel des Cafés zu bleiben stellt euch folgende Situation vor. Ihr habt euch verschiedene Immobilien angeschaut und genau diese gefunden, von der ihr überzeugt seid. Nun bekommt ihr das süße kleine Geschäft nicht, weil die Bank den Kredit noch nicht gewährt hat, die Stadt keine Ausschankgenehmigung erteilt oder irgendetwas, das nicht in euere Macht steht, steht genau diesem Vorhaben dort euer Café zu eröffnen im Weg.

Das ist ein Rückschlag, der weh tut und ja eigentlich völlig unnötig ist. Doch genau jetzt ist es an der Zeit zu lernen. Hier müsst ihr kreativ werden. Was könnte man anderes planen. Gibt es vielleicht doch eine Alternative? Rückschläge müssen nicht per se schlecht sein. Ganz im Gegenteil. Sie lassen dich wachsen und aus der Komfort Zone hinaus gehen und weisen sich oft hintenraus als die bessere Alternative als die ursprüngliche Idee.

Davon ganz abgesehen hilft es dir wenig dann die was-wäre-wenn Schiene zu fahren. Da hilft dir das beste Vision-Board nichts. Es definiert lediglich ein grobes Ziel. Die Feinjustierung musst du übernehmen.

Warte nicht auf das Abenteuer

Ich persönlich habe meine Visionen im Kopf. Da wo sie flexibel angepasst werden können, der grobe Fahrplan allerdings schon steht. Anfangs rede ich zum Beispiel nicht über meine Pläne, ich lasse sie in mir entstehen und rede dann mit einer sehr kleinen Anzahl an Menschen über diese Pläne. Nicht, um eine Meinung zu diesem Thema einzuholen, sondern um sie in Kenntnis zu setzen und sollten sie von meiner Entscheidung betroffen sein, auch einen gemeinsamen Plan zu entwickeln. Den Weg muss ich
dennoch meistens allein gehen.

Ich finde es wichtig sich darüber bewusst zu sein. Eine Beziehung oder auch die Familie sollte nicht die faule Ausrede sein, warum man seine Träume, Visionen oder Ziele nicht startet. Mit etwas Kreativität und Einfallsreichtum schafft man es die Bedürfnisse beider Seiten zu entfalten. Deshalb ist es wichtig offen zu sein und sich nicht auf diesen eine Plan zu versteifen. Viele Wege führen schließlich nach Rom.

Namasté
Pia

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