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Ordnung im Kopf

Warum Meditation deinen Kopf aufräumt

Hört sich komisch an? Ja…vielleicht. Doch die Forschung ist sich einig: Die Meditation hilft dem Gehirn sich aufzuräumen und neu zu strukturieren.

In meiner Instagram-Umfrage hatte ich die Frage gestellt, ob Interesse an mehr Meditation oder mehr an Yoga besteht. Das Ergebnis war eindeutig. Gut 90% der Befragten entschieden sich für Yoga. Doch kann man das Eine vom Anderen nicht trennen. Man kann sich natürlich die Frage stellen warum ich dann überhaupt diese Form von Umfrage gestellt habe. Die Antwort hierauf fällt mir recht leicht. Geht man in ein Yogastudio oder schaut man sich YouTube Yoga Videos an, so ist die Meditation quasi nicht vorhanden. Man setzt sich auf die Matte schließt kurz die Augen und sing vielleicht noch ein lautes „OM“.

Danach wird Yoga geübt. Doch mit welchen Hintergrund? Viele meiner Schüler geben mir das Feedback, dass gerade die Anfangs- und Endzeit die mit Abstand beste Zeit ist. Das liegt zum einen daran, dass ich meine Schüler in der Regel erstmal auf die Matte kommen lasse und möchte, dass sie sich bewusst Zeit nehmen jetzt mit ihrer Aufmerksamkeit bei mir und im Hier und Jetzt zu sein. Zum anderen, weil wir im Ashtanga Yoga ein Anfangs- und Endmantra singen.

Hier geht es mir nicht um eine spirituelle Reise, sondern vielmehr darum einen klaren Cut zum restlichen Tag zu setzten. Yoga ist für mein Verständnis das Bewusstsein und somit das Eins werden von Körper und Geist. Es ist letztlich egal, ob man in die schiefe Ebene/ nach Oben schauender Hund oder in die Katze/Kuh Positionen geht. Hauptsache man macht es mit einem Bewusstsein für sich sowie dem Hinterfragen: Tut mir das jetzt gerade gut, was ich da mache?

Doch wieder nun genug über Yoga. Die Meditation nimmt meiner Meinung nach leider viel zu wenig Raum in unseren Alltag ein. Es gibt Studien, dass Minimeditationen, die wir in unserem täglichen Leben einbeziehen bereits einen extrem positiven Effekt auf unseren Stresslevel ausüben. Gerade in der heutigen Zeit, wo es immer schneller, besser, weiter gehen soll, ist eine echte Pausenzeit für unser Gehirn wichtig. Wie zuvor angedeutet gibt es auch hier viele Studien dazu, dass Menschen die ein regelmäßig meditieren eine höhere Konzentrationsfähigkeit haben, sich nicht so leicht auf der Ruhe bringen lassen und mehr Empathie fühlen können.

Vielleicht lebe ich in einer etwas anderen Welt als andere Menschen doch mein Gefühl ist, dass genau diese Fähigkeiten wichtiger sind als jemals zuvor. Zudem gibt die Meditation die Möglichkeit Depressionen oder depressive Stimmungen einzudämmen. Die Rückfallquote von bereits genesenen Patienten ist zudem geringer, wenn diese eine regelmäßige Meditationspraxis etabliert haben.

Was ist also der Grund für die diese Unbeliebtheit?

Ich habe zum einen das Gefühl, dass viele Leute das Wort „Meditation“ als spirituellen Hokuspokus assoziieren. Letztlich ist es egal wie man es nennt, Hauptsache man nimmt sich die Zeit, um zu meditieren. Zum anderen glaube ich stark daran, dass viele Menschen die Meditation scheuen, da sie befürchten versteckte Gefühle hochkochen zu lassen. Diese Angst ist da nicht unbegründet.

Wie häufig lassen wir uns ablenken? Was machst du wenn du alleine Zuhause bist?

Die meisten Menschen lassen sich sehr gerne ablenken um sich nicht mit Gedanken, Gefühlen oder anderen Themen auseinander zu setzten. Es ist ja auch bequemer die Kiste anzuschalten, um eine Sitcom anzusehen oder im Netz zu Surfen. Sobald wird mal Zeit für uns nehmen würden, könnte das einen Stein ins Rollen bringen, der zwar auf den ersten Blick viel Kraft und Energie kostet. Hat man das überwunden ist die Resillienz gegenüber äußeren Einflüssen stärker denn je. Ein weitere Punkt ist das Erkennen, was für einen Selbst das Beste ist. Wo sind die eigenen Grenzen? Wo kann ich über mich selbst hinauswachsen, auch wenn es vielleicht unangenehm wird und wir außerhalb unserer Komfortzone uns befinden?

Meditationsformen zum ausprobieren

Natürlich ist auch die Meditation eine Fertigkeit die man erlernen kann und nicht sofort ins kalte Wasser springen muss. Mir ist es ein Anliegen diese Plattform zu nutzen um dich an diese Techniken heranzuführen. Wie auch im Yoga so gibt es in der Meditation unterschiedliche Stile. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass jeder die für sich passende Form finden kann. In nächster Zeit werde ich hier unterschiedliche Meditationen zeigen, und beschreiben. Zudem wird es jeden Freitag auf Instagram beziehungsweise Facebook kleinere Übungsvideos geben und natürlich kleinere Übungsaufgaben, damit du dich besser einfinden kannst.

Ich freue mich natürlich über jedes Feedback. Pass auf dich auf und bleibe gesund.

Namasté

Pia

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